Leistungsschwerpunkte

Geburtshilfe

Vor der Geburt 

Ärztliches Leistungspektrum ambulanter Untersuchungen vor der Geburt:
  • Nackenfaltenmessung in der 12. bis 14. Schwangerschaftswoche
  • Organscreening (Ausschluss von Fehlbildungen) in der Regel um die 20. Schwangerschaftswoche
  • Amniozentesen (Fruchtwasserpunktion) ab der 14. Schwangerschaftswoche
  • Mitbetreuung von Risikoschwangerschaften durch Doppler-, CTG-, Eiweiß- und Abstrichuntersuchungen sowie klinische Mituntersuchung

Während der Geburt

  • Ambulante und stationäre Betreuung von Geburten, in der Regel ab 29. Schwangerschaftswoche
  • Perinatalzentrum Stufe II mit 24-stündiger Anwesenheit eines Kinderarztes auf einer Kinderintensivstation, die in die Wöchnerinnenstation auf gleicher Ebene integriert ist. Anstreben einer möglichst natürlichen Entbindung, mit Respektierung des Willens der werdenden Mutter, die nach individueller Aufklärung, über den Weg und die Position der bevorstehenden Geburt selbst entscheidet
  • Je nach Geburtsverlauf individuelle Wahl der Geburtsposition: Hockergeburt, Wassergeburt, Geburt im Kreißbett
  • In Abhängigkeit der eigenen Schmerzempfindlichkeit Wahlmöglichkeit einer ausreichenden Schmerzlinderung: Homöopathie, Entspannung im Wasser, Schmerzmittel, Periduralanästhesie, Spinalanästhesie (in der Regel bei Wunsch oder Notwendigkeit eines Kaiserschnittes)
  • Natürliche (vaginale) Entbindung aus Beckenendlage (Steißlage)
  • Bei Notwendigkeit oder Wunsch einer Kaiserschnittentbindung steht ein OP-Saal Tür an Tür mit 3 weiteren Kreißsälen zu Verfügung. Die Kaiserschnittrate beträgt zurzeit 24 %
  • In etwa 6% aller Geburten Anwendung einer Saugglocke oder Geburtszange mit dem Ziel, die Rate der Kaiserschnittentbindungen auf niedrigem Niveau zu halten.

Nach der Geburt 

  • Bei Familienzimmer (Unkostenbeitrag des Vaters: 45 Euro pro Nacht)
  • Beginn der Zertifizierung zum babyfreundlichen Krankenhaus (voraussichtlich bis Juni 2016) mit Förderung eines engen Eltern-Kind-Kontaktes und intensiver Unterstützung des Stillens
  • Versorgung frühgeborener und behandlungsbedürftiger Neugeborener durch ein über 24 Stunden anwesendes Team eines speziell ausgebildeten Kinderarztes für Perinatalmedizin und einer Kinderintensivschwester, im Rahmen einer Intensiveinheit sowie eines Rooming-In auf der Wöchnerinnenstation
  • Durchführung der erforderlichen kindlichen Vorsorgeuntersuchungen mit Stoffwechsel, Hör- und Ultraschallscreening durch die Kinderärzte des Perinatalzentrums
Kurse für werdende Eltern

Seit der Menschenwerdung läuft die Geburt eines Kindes nach unveränderten naturgegebenen Regeln ab. Auch wenn sich unsere gesellschaftlichen und persönlichen Voraussetzungen ständig verändern, so bleibt dieser naturhafte Vorgang der gleiche. Der natürliche Geburtsvorgang ist also derselbe geblieben, nur haben wir im Laufe eines Jahrhunderts Gefahren erkannt und abwenden können, so dass heutzutage der Gefährdungsbereich auf Tausendstel zurückgedrängt werden konnte. 
 
Zu diesen Bemühungen zählen auch die Schwangerenvorsorge und die Geburtsvorbereitung. Zu den natürlichen Bedingungen einer Geburt gehörte schon immer, dass sie in Sicherheit Geborgenheit und mit vertrauensvoller Unterstützung am besten verlief. Dazu dienen unsere Bemühungen mit vielfältigen und über die Jahre immer neu gestalteten Programmen der Familienbetreuung und Geburtsvorbereitung. 
 
Das Vertrauen in die eigenen Kräfte und das Geburtshilfeteam eröffnen die Chancen nicht zu einem passiven Dulden der Geburt, sondern zu einem aktiven und positiven Erleben. Ein wichtiges und einfaches Ergebnis dieser psychosomatischen Vorbereitung ist es, Angst Vorbehalte und Unsicherheit mit gemeinsamen Geburtsvorbereitungen zu bewältigen und damit einen unkomplizierten und rascheren Geburtsverlauf zu fördern. 
 
Die jahrelange Arbeit für die Geburtsvorbereitungen und die Berücksichtigung der gesellschaftlichen und persönlichen Veränderungen führt zu einer kompetenten Ausgestaltung der Kursinhalte. Wir beschäftigen uns als geburtshilfliches Team bewusst und kritisch mit unseren Aufgaben und stellen uns seelisch und menschlich auf sie ein. Die Kurse werden von denen geleitet, die täglich den Frauen bei Ihrer Geburtsarbeit im Kreißsaal helfen. 
 
Hierzu werden auch Veranstaltungen mit Säuglingspflege, Stillen und Ernährung angeboten, in denen den Eltern der praktische Umgang mit dem Baby vermittelt wird. In den letzten Jahren haben sich unsere Kinderschwestern in der Stillberatung hoch qualifiziert weiter gebildet und beraten engagiert nicht nur auf der Wochenstation sondern auch bei späteren Anfragen. 
Nach der Geburt bieten wir Ihnen, außer der Rückbildungsgymnastik, auch Kurse für Babymassage, PEKiP sowie Krabbelgruppen an. Auch in unserem Mütter-Café sind sie mit den Kindern bis zu 2 Jahren herzlich willkommen. Wir wünschen Ihnen Freude und Erfolg bei den Kursen und für die Geburt Ihres Kindes Kraft, Vertrauen, Glück und Segen.

Herzlich willkommen und alles Gute!
Aktuelle Kurse


jeden zweiten Montag im Monat
19:00 Uhr
Gespräch mit dem Kinderarzt und Kreißsaalführung 
Informationsabende mit Müttern und Vätern 
 
Teilnehmen werden: 
 
Dr. med. J. Neuerburg, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe 
 
Dr. med. F. Niemann, Leiter der Abteilung für Neonatologie und Intensivmedizin der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen 
 
oder deren Vertreter. 
 
Treffpunkt: Ev. Kliniken, Seminarraum, 10. Etage 
 
Anmeldung nicht erforderlich. - Die Teilnahme ist kostenlos!


mittwochs nach Absprache
18:00 - ca. 20 Uhr
Säuglingspflege mit praktischen Übungen / 
Stillen und Ernährung des Säuglings 

 
Leitung: Ilona Stephanou (examinierte Kinderkrankenschwester und Entspannungspädagogin) 
 
Ort: Kursraum 2. Etage, vor dem Kreißsaal 
 
Anmeldung und Auskünfte: montags und mittwochs 10:00 – 11:30 Uhr 
Telefon: 0209 / 160 - 52250 
 
Kursgebühr: Es werden keine Kosten erhoben


jeweils Donnerstags
18:00 - 19:00 Uhr
Rückbildungsgymnastik 
 
Leitung: Gisela Schütz - Hebamme 
 
Ort: Kursraum 2. Etage, vor dem Kreißsaal 
 
Auskünfte: 0209 / 160 - 51215 
 
Kursgebühr: Es werden keine Kosten erhoben


Dienstags
15:00 - 16:00 Uhr
6 x 60 Minuten
Babymassage 
 
Leitung: Frau Ilona Stephanou (examinierte Kinderkrankenschwester und Entspannungspädagogin) 
 
Ort: Kursraum 2. Etage, vor dem Kreißsaal 
 
Auskünfte und Anmeldung: montags und mittwochs 10:00 – 11:30 Uhr 
Telefon: 0209 / 160 - 52250


Donnerstags
18:00 - 19:30 Uhr
Wir werden Großeltern 
 
Leitung: Ilona Stephanou (examinierte Kinderkrankenschwester und Entspannungspädagogin) 
 
Ort: Kursraum 2. Etage, vor dem Kreißsaal 
 
Auskünfte und Anmeldung: montags und mittwochs 10:00 – 11:30 Uhr 
Telefon: 0209 / 160 - 52250


Mittwochs
18:30 - 20:00 Uhr 
Entspannungsabend 
 
Leitung: Ilona Stephanou und Martina Skrzeba (examinierte Kinderkrankenschwestern und Entspannungspädagoginnen) 
 
Ort: Treffpunkt vor dem Kreißsaal 
 
Auskünfte und Anmeldung: montags und mittwochs 10:00 – 11:30 Uhr 
Telefon: 0209 / 160 - 52250


Freitags
18:30 - 20:00 Uhr
3 x 1,5 Stunden
Entspannungskurs für Eltern 
 
Leitung: Ilona Stephanou und Martina Skrzeba (examinierte Kinderkrankenschwestern und Entspannungspädagoginnen) 
 
Ort: Treffpunkt vor dem Kreißsaal 
 
Auskünfte und Anmeldung: montags und mittwochs 10:00 – 11:30 Uhr 
Telefon: 0209 / 160 - 52250


Freitags
17:00 - 18:00 Uhr
5 x 1 Stunde
Entspannungskurs für Mütter 
 
Leitung: Ilona Stephanou und Martina Skrzeba (examinierte Kinderkrankenschwestern und Entspannungspädagoginnen) 
 
Ort: Treffpunkt vor dem Kreißsaal 
 
Auskünfte und Anmeldung: montags und mittwochs 10:00 – 11:30 Uhr 
Telefon: 0209 / 160 - 52250


Mittwochs
16:00 - 17:30 Uhr
Tragetuchkurs 
 
Leitung: Kinderkrankenschwester 
 
Ort: Kursraum 2. Etage, vor dem Kreißsaal 
 
Auskünfte und Anmeldung: montags und mittwochs 10:00 – 11:30 Uhr 
Telefon: 0209 / 160 - 52250


Mittwochs
18:00 - 19:30 Uhr
1 x Monatlich
Eltern-Talk-Abend 
 
Leitung: Kinderkrankenschwester 
 
Ort: Kursraum 2. Etage, vor dem Kreißsaal 
 
Auskünfte und Anmeldung: montags und mittwochs 10:00 – 11:30 Uhr 
Telefon: 0209 / 160 - 52250 
 
Kursgebühr: Es werden keine Kosten erhoben



Schmerzlinderung unter Geburt

In unserer Klinik praktizieren wir in erster Linie die psychologische Schmerzbeeinflussung durch gute Vorbereitung mit Atem- und Entspannungsübungen. 
 
Ergänzend kommen sanfte Hilfsmittel wie warme Bäder, Bewegung, Homöopathie, Aromatherapie und Akupunktur hinzu. Für die Hälfte der Frauen sind diese Maßnahmen allerdings nicht ausreichend, so dass Medikamente in Form von Zäpfchen, Spritzen oder eine Pudendusanästhesie erforderlich sein können. 
 
In der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe wird die PDA bzw. Periduralanästhesieanlage durch einen Anästhesisten (Narkosearzt) durchgeführt. Die bei uns durchgeführte neue Form der PDA, die so genannte Walking-PDA, ermöglicht Ihnen trotz der PDA-Anlage weiterhin mobil (gehfähig) zu sein. Auf den Anästhesisten kann rund um die Uhr, dass heißt 24 Std., zurückgegriffen werden, so dass hier schnell eine Periduralanästhesie angelegt werden kann.
Storchenparkplatz

"Geburt beginnt bei uns in der Abteilung bereits vor den Türen des Krankenhauses": 

Neben dem Haupteingang links ist ein eigens für werdende Eltern eingerichteter Parkplatz, der sogenannte Storchenparkplatz entstanden. Hier können werdende Eltern unkompliziert und nah am Haupteingang direkt zu jeder Tages- und Nachtzeit parken, wenn die Geburt naht. Dieses Angebot ist kostenfrei und wird gerne in Anspruch genommen. Es ist durch den Storchenparkplatz gesichert, dass werdende Eltern für die anstehende Geburt einen Parkplatz erhalten.
Geburt

In der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe soll eine Geburt so natürlich wie möglich unter dem eben notwendigen Einsatz medikamentöser und technischer/ apparativer Hilfe ablaufen. Ziel unserer Geburtshilfe ist es, eine glückliche und in der Erinnerung positive Erfahrung für alle Beteiligten anzustreben. 
Hierfür stehen im Kreißsaal ein kompetentes Team zur Verfügung: bestehend aus Hebammen, Frauenärzten und bei Bedarf Kinderärzten (Neonatologen). Vom Ärzteteam stehen Ihnen rund um die Uhr ein Kreißsaalarzt und ein Oberarzt zur Verfügung. Ein großer Vorteil für unsere Klinik ist es, dass auch ein Anästhesist und ein Kinderarzt ständig vor Ort sind. Die neu gestaltete Neugeborenenintensivstation ist in die Wochenbettstation integriert. Damit wird ein Transport von Kindern, insbesondere von Frühchen, in eine andere Klinik vermieden. Des Weiteren müssen die Kinder zur entsprechend adäquaten Versorgung nicht von ihren Müttern getrennt werden. Dieses ist für die Bindung zwischen Mutter und Kind (Bonding) in den ersten Tagen und Wochen wichtig.

Für die Entbindung stehen Ihnen 3 neu und freundlich gestaltete Kreißsäle zur Verfügung. 
Das neue Kreißbett ist besonders breit gewählt, damit die werdende Mutter vom Partner/Angehörigen im Kreißbett begleitet werden kann ("Liegewiese für beide gemeinsam unter der Geburt").

Zusätzlich verfügen wir über ein Roma-Rad, dass unter der Geburt verschiedene entspannende Positionen ermöglicht. Ebenso ist es möglich bei uns eine Wassergeburt durchzuführen. 
Unter der Geburt steht Ihnen rund um die Uhr eine Hebamme zur Verfügung und bei komplikationsloser Geburt in jedem Falle ein Kreißsaalarzt. Bei Auftreten von Problemen steht jederzeit ein Oberarzt zur Verfügung, der dann die Überwachung und Betreuung der Geburt mit übernimmt. 
Bei Auftreten von kindlichen Problemen steht ein Kinderarzt zur Verfügung. 
Falls es zu einer Kaiserschnittentbindung kommt, ist es selbstverständlich möglich, dass ein Angehöriger Sie zur Schnittentbindung begleitet. 
Dies ist bei Notwendigkeit der Durchführung einer Vollnarkose leider nicht möglich (sehr selten ist die Vollnarkose in der Geburtshilfe noch notwendig). 
Die Kaiserschnittentbindungen finden direkt im Kreißsaalbereich in dem kreißsaaleigenen Sectio-OP-Saal statt. Dieser ist nach modernsten Gesichtspunkten gestaltet und vermittelt neben einer hohen apparativen Kompetenz auch ein warmes atmosphärisches Ambiente.

Der Monitor an der Decke des Kaiserschnitt-Operationssaals gibt der werdenden Mutter und deren Begleitung die Möglichkeit sich während des Kaiserschnittes mit schönen Motiven abzulenken, wenn dies gewünscht ist. Eigene Bilder können auf einem Stick oder auf einer Chipkarte mitgebracht werden. Wir verfügen aber auch über eine Auswahl an Motiven, die gezeigt werden können. 
 
In welcher Form auch immer Ihr Kind das Licht der Welt erblickt, in unserem Kreißsaalbereich werden Sie rund um die Uhr kompetent und freundlich betreut.
Wochenbettpflege

Im Sommer 2009 wurde die gesamte Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe inklusive der Wochenbettstation, den Kreißsälen mit integriertem Sectio-OP-Saal sowie der neu gestalteten Kinderklinik (Frühchenintensivstation) saniert und renoviert. Hier war das oberste Ziel, neben der vorhandenen hohen fachlichen Kompetenz auch die Räumlichkeiten sowie die Sanitäreinrichtung und die technische Einrichtung auf den neuesten Stand zu bringen. Dies ist unter dem Aspekt gleichzeitig ein angenehmes, warmes Ambiente zu schaffen gelungen. Die jungen Familien bzw. Mütter und Väter fühlen sich dadurch wohl und nehmen den "Hotelcharakter" gerne an. Im Bereich des Frühstück- und Abendbuffet liegen immer aktuelle Tageszeitungen aus. Selbstverständlich ist es weiterhin möglich, die werdenden Väter mit auf der Wochenbettstation aufzunehmen.

Ihr Frauenarzt erhält am Tag der Geburt Ihres Kindes einen Geburtsbericht per Fax, damit Sie eventuelle Schwangerschaftsvorsorgetermine nicht mehr absagen müssen.


Harninkontinenz

Blasenschwäche / Harninkontinenz:

Harninkontinenz bzw. der unwillkürliche Verlust von Urin ist in Deutschland keine Seltenheit: Schätzungen zur Folge sind in Deutschland bis zu 15 Mio Frauen betroffen; allein bei den 40 bis 50-jährigen Frauen wird eine Quote von rund 25% vermutet. Obwohl der unwillkürliche Harnverlust ein so weit verbreitetes Problem ist, halten Scham und auch Ängste, etwa vor Untersuchungen, viele Betroffenen davon ab sich beraten oder gar behandeln zu lassen. 
Die folgenden Informationen über die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie des unwillkürlichen Harnverlustes sollen Ihnen die Möglichkeit geben sich kompetent zu informieren und die nächsten Schritte einzuleiten.

Formen der Harninkontinenz:

Die sogenannte Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz) macht sich vor allem bei körperlicher Belastung wie schweres Heben, Treppensteigen etc. bemerkbar. Aber auch Urinabgang während des Hustens, Niesens, Pressens sind typisch für diese Form der Harninkontinenz. 
Die sogenannte Dranginkontinenz (Urgeinkontinenz) zeigt sich vor allem durch einen plötzlich auftretenden Harndrang, bzw. unwillkürlichen Harnverlust unabhängig von körperlichen Aktivitäten. 
Die sogenannte Mischinkontinenz ist das Zusammenwirken beider oben genannten Inkontinenzformen.

Ursachen der Inkontinenzformen:

Die Belastungsinkontinenz ist häufig verbunden mit dem sogenannten Genitalprolaps (Scheidenvorfall). Dadurch senkt sich die Blase, bzw. die Gebärmutter sowie das gesamte Scheidengewölbe. 
Bei der Dranginkontinenz sind die häufigsten Ursachen Blasenerkrankungen, im Sinne einer Überaktivität der Harnblase. Diabetes mellitus, beginnende hormonelle Schwankungen (Wechseljahrssymptomatik) oder auch medikamentöse Einflüsse können hier Ursachen sein. 
Um festzustellen, welche Harninkontinenzform vorliegt, muss zunächst ein ausführliches Gespräch mit der betroffenen Patientin geführt werden und anschließend eine entsprechende Diagnostik. Diese finden optimalerweise in der sogenannten Urogynäkologischensprechstunde oder Inkontinenzsprechstunde statt. Hier werden folgende Diagnostika eingesetzt:

ausführliche Patientenbefragung (Krankengeschichte, Frage nach Medikamenteneinnahme, etc.)
gynäkologische Untersuchung inklusive Ultraschalluntersuchung
die Urodynamik (Blasen- und Harnröhrendruckmessung)
Blasenspiegelung
Bis auf die urodynamische Untersuchung sind Ihnen alle obigen Untersuchungen bekannt; die Urodynamik ist nicht angenehm aber in der Regel auch nicht schmerzhaft: Bei dieser Untersuchung wird die entleerte Harnblase über einen kleinen Katheter mit steriler Flüssigkeit gefüllt. Feine Sensoren messen dann die Druckverhältnisse in der Harnblase und der Harnröhre in Ruhe und unter Belastung (Pressen, Husten, etc.). 
Nach Durchführung der Untersuchung werden die Ergebnisse in einem ausführlichen persönlichen Gespräch mit Ihnen erörtert und eventuelle Therapieformen (medikamentöse und/oder operative) besprochen. Operative Möglichkeiten, die vor allem die Belastungsinkontinenz betreffen, sind beispielsweise zum einen solche, die die Scheide wieder anheben und in die korrekte anatomische Lage bringen oder aber auch das Anbringen von sogenannten spannungsfreien Bändern (TVT). 
Bei der Dranginkontinenz steht zunächst die medikamentöse Therapie im Vordergrund. 
Diese Therapieformen werden Ihnen natürlich in einem persönlichen Gespräch im Detail erklärt und mit Ihnen in Abhängigkeit Ihres Leidensdruckes und Ihrer individuellen Situation abgewogen. 
Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Evangelischen Kliniken verfügen über große Erfahrungen sowohl in der Diagnostik, als auch in der Therapie; darüber können Sie sich in einem ersten Kontakt in unserer Urogynäkologischen Sprechstunde informieren. 
Der erste Schritt allerdings für Sie ist: Bitte sprechen Sie Ihren Hausarzt, bzw. Ihren Frauenarzt direkt auf Ihre Blasenschwäche, bzw. Harninkontinenz an!

Kontakt: 

Gynäkologisches Sekretariat, Telefon: 0209/160-1202 
(Bitte bringen Sie eine Überweisung zur Urogynäkologischen Abklärung mit.)